Probleme lösen - wie bringst du dich zurück in die Spur?

Aktualisiert: 28. Dez 2020

Sand im Getriebe kann dich aufhalten, es kann dir aber auch dabei helfen deinen Fokus neu auszurichten und Dinge zu ändern, um zurück auf Kurs zu kommen.



Lass uns zunächst festhalten, dass Probleme etwas gutes sind und sie auch als solches betrachten. Probleme sind dazu da, um gelöst zu werden und dich weiterzuentwickeln.


Kurzer Exkurs: Die Corona-Krise ist ein passendes Beispiel. Unglaublich viele Menschen standen vor der wohl größten Herausforderung ihres beruflichen Lebens, nicht planen zu können, nicht arbeiten zu dürfen, ein enormes Problem. Doch ich habe eine unglaubliche Welle an Kreativität und Engagement, an Willen erlebt, die durch dieses Problem entstanden ist (Klar, am liebsten hätten wir das Problem alle garnicht gehabt und an Corona ist rein gar nichts positiv, das nur kurz am Rande). Aber es hat vielen von uns gezeigt, dass wir alles schaffen können, dass wir diesen Beruf ausüben, weil wir dafür brennen und wir alles dafür tun, damit die Kunst und Kultur NICHT still wird. Ich persönlich habe während dieser Krise ein unfassbares Selbstvertrauen in mich selber und das was ich kann entwickelt, was ich vorher, in dieser Form, nicht hatte. Ebenso ist das Netzwerk in dieser Zeit stark zusammengerückt, man hat sich gegenseitig unterstützt, Ideen gemeinsam umgesetzt und jeder hatte Verständnis für den anderen. Das ist das, was ich von dieser Krise für mich in Erinnerung behalten möchte.


Um ein Problem lösen zu können müssen wir als erstes wieder etwas aufdröseln, wie wir das bereits bei den Zielen gemacht haben.


Fehlt dir ein Ziel?

Manchmal benennen wir fehlende Ziele als Problem!


1. Benenne das Problem in all seinen Einzelteilen

- Ist es ein dauerhaftes Problem oder tritt es temporär auf?

Falls temporär, welche Faktoren triggern es und lösen es aus?


- Welche Personen sind Bestandteil des Problems?

Wer hält dich auf? Wer stellt dir Steine in den Weg?


- Welche äußeren Umstände beeinlfussen das Problem?

Ist es ein bestimmter Ort, finanzielle Umstände?



2. Es gibt kein größeres Problem, als das was man hat.


Soll heißen: jedes Problem ist wichtig, egal wie klein es ist. Wenn es für dich ein Problem ist, dann ist es eins. Stelle deine Probleme nicht in Relation zu anderen Problemen, wenn es dir mit diesen Dingen schlecht geht, versucht sie zu lösen und nicht herunterzuspielen.


3. Wandle Probleme in Ziele um!


Du bist dir deinem Problem bewusst geworden und nimmst es als solches wahr, nun versuch dein Mindest den Dingen gegenüber zu verändern und leite aus deinem Problem produktive Ziele ab. Fang dabei wie auch bei deinen positiven Zielen klein an. Nehmen wir das Beispielproblem: "Ich finde meine Ton/Filmaufnahmen sind qualitativ schlecht!"

Daraus kann z.B. ein Ziel werden wie: " Ich werde bis Ende des Jahres 2 tolle Aufnahmen produziert haben!"


4. Versuch nicht das Problem als Ganzes zu lösen, sondern widme dich den einzelnen Säulbruchstellen.

Wenn du im 1. Schritt das Problem analysiert hast, wird dir aufgefallen sein, dass dieses eine Problem von unfassbar vielen Faktoren beeinflusst wird. Habe ich ausreichend geprobt? Habe ich das richtige Equipment? Kann ich mit diesem Equipment richtig umgehen? Habe ich gute Laune an dem Tag? Aus all diesen Fragen und Faktoren, die dein Problem beeinflussen, lassen sich ganz handfeste Ziele ableiten, die du dann mit einem positiven, motivierenden Mindest umsetzen kannst.


5. Erkenne auch die anderen Wege!


Alle Wege führen nach Rom und so ist es bei einem Problem manchmal auch: es gibt meistens viele verschiedene Lösungswege, die uns nur im ersten Moment nicht auffallen. Bleib offen für neue Lösungsansätze, verharre nicht auf deiner Lösung, die vielleicht nicht so aufgeht, wie du es dir erhofft hast. Atme einmal tief durch und starte von vorne. Du wirst dieses Problem bewältigen!



6. Weihe dir vertraue Personen in dein Problem ein


Manchmal erkennt man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Sprich mit anderen Menschen über deine Sicht der Dinge, vielleicht hilft dir eine weitere Perspektive eine Lösung zu finden. Finde in deinem Netzwerk Personen, die vielleicht irgendwann das selbe Problem gehabt haben könnten und frage nach ihrem Ratschlag!


7. Lass dir Zeit.


Manchmal ist Geduld auch die beste Lösung, gib den Dingen Zeit sich zu entwickeln oder zu verändern und sei vor allem geduldig und gnädig mit dir selber. Mach eine Pause, wenn du sie brauchst, um dann mit neuer Kraft anzugreifen, das kann manchmal auch schon die Lösung der Dinge sein.


8. Kappe toxische Beziehungen und Menschen, die nicht ehrlich dein bestes wollen.


Und damit meine ich nicht nur die Partnerschaft, sondern alle Menschen, die dir nicht gut tun solltest du rigoros aus deinem Leben verbannen. Dich regen die Storys von XY jedes mal auf? Das Profil von XY macht dich neidisch? Schalte diese Menschen auf Stumm! Du wirst merken, dass es dir besser geht, wenn du nicht mehr damit beschäftigt bist argwöhnisch auf andere Menschen zu reagieren. Vielleicht löst sich mit der Verabschiedung der ein oder anderen Person auch schon das ein oder andere Problem.


Last but not least: Vertrau in dich und in das was du kannst. Du hast es bis hierher geschafft, mach dir bewusst, welchen Barrieren du in deinem Leben schon gegenüber gestanden hast und wie du diese bewältigt hast. Du kannst das!


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Ich hoffe, dass dir diese Tipps weiterhelfen, solltest du vor einem Problem stehen.

Hast du weitere Fragen? Dann hinterlasse mir gerne einen Kommentar!


Luisa von musicmonday


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